16.11.2011, Heidelberg -
Fakt ist, dass man mit einer Solarheizung umweltfreundlich und effektiv heizen und gleichzeitig auch Kosten sparen kann. Zwei wichtige Komponenten werden somit vereint: Das „grüne“ Gewissen wird beruhigt und der Geldbeutel geschont. Das freut nicht nur die Umwelt, sondern auch den „Häuslebauer“. Was es bedeutet mit der Sonnenkraft zu heizen haben Sie bereits im „Bauen“-Teil nachlesen können. Desweiteren wird auf das Thema im „Energie-Spezial“-Teil näher darauf eingegangen. Welche Voraussetzungen dabei erfüllt werden müssen und welche Techniken es dabei sinnvoll zu kombinieren gilt, erfahren Sie hier:
Da die Sonneinstrahlung im Sommer am stärksten, der Heizbedarf aber im Winter aber größer ist, wenn die Sonne nicht mehr so stark scheint, sollte man beachten, dass solares Heizen den Wärmebedarf nicht eigenständig decken kann. Eine Solarthermie Anlage ist somit kein Ersatz für eine bestehende Heizung, sondern hauptsächlich ein Unterstützungssystem, welches einen gewissen Teil ihres Wärmebedarfs deckt.
Solarenergie in sinnvoller Kombination
a der Wärmebedarf eines Hauses selten komplett durch die Solarheizung gedeckt werden kann, wird das System gern mit einer anderen Technik kombiniert. Sinnvolle Kombinationen für eine Solar Heizung sind vor allem Solarthermie und Gasheizung, aber auch neue und regenerative Techniken wie Solarthermie und Pelletheizung oder Solarthermie und die Wärmepumpe sind sehr effektiv. Ein automatisches Steuerungssystem sorgt dafür, dass das Zusatzsystem einspringt, wenn der Wärmebedarf nicht mehr durch die Solar Heizung gedeckt werden kann.
Des Weiteren kann ein System zur Heizungsunterstützung mit einer Solaranlage für Warmwasser kombiniert werden. So können Sie den Überschuss der Solarenergie in den Sommermonaten zusätzlich zur Erwärmung ihres Brauchwassers nutzen.
Die Größe der Solarheizung
Eine Anlage für solares Heizen ist größer als eine Anlage zur Warmwasseraufbereitung. Je größer der Speicher ist, desto mehr Sonnenwärme kann für kältere Tage gespeichert und zum Heizen genutzt werden. Hier sollte man ein gesundes Verhältnis zwischen Speichergröße und Investitionskosten finden. Eine Kollektorfläche von rund 8 bis 20 Quadratmetern und ein Speicher mit einem Volumen zwischen 600 und 2.000 Litern kann im jährlichen Mittel eine Deckung von etwa 20- bis 30% erreichen.
Das solare Dach
Für die Effizienz einer Solarheizung ist auch die vorhandene Dachfläche wichtig. Die Fachbetriebe in Ihrer Umgebung können Ihnen darüber Auskunft geben, inwieweit ihre Dachneigung für Solarthermie geeignet ist und wie die Dachausrichtung einer thermischen Solaranlage beschaffen sein muss, um das Meiste aus ihrer Anlage herauszuholen. Holen Sie sich hierfür unbedingt professionelle Beratung und Angebote von Fachbetrieben für eine Solar Heizung ein.
Grob gesagt:
Wenn Sie mit Sonnenenergie heizen, ist von dreimal heiß duschen, einmal kostenlos. Solarkollektoren in Deutschland bedecken zusammen eine mehr als 9 Mio. Quadratmeter große Fläche. Jedes Jahr spart thermische Solarenergie 500 Mio. Liter Heizöl ein. Für Familien bedeutet das: Im Sommer bleibt der Ölkessel aus. Geduscht wird mit Sonnenenergie!
Text: sake / Fotos: Archiv