Elektromobilität
BASF kauft Batterie-Geschäft von Merck
21.02.2012, Ludwigshafen am Rhein - Auf seiner Einkaufstour in Sachen Elektromobilität ist der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF bei Merck in Darmstadt fündig geworden. Der Ludwigshafener Konzern gab am Dienstag den Kauf des Merck-Geschäfts mit Elektrolyten für Hochleistungsbatterien bekannt. Zu dieser Sparte gehören beim Chemie- und Pharmaunternehmen Merck Technologien und Produkte, die Batterien leistungsfähiger machen sollen.
«Mit der Akquisition erweitern wir unsere Kompetenz für Automobil- und Batterie-Hersteller weltweit», erklärte BASF-Vorstandsmitglied Andreas Kreimeyer. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bei der Merck KGaA war von einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag die Rede.
Die Sparte habe wenig Verbindungen zu sonstigen Bereichen bei Merck, begründete der Dax-Konzern den Verkauf: «Das von uns in den vergangenen Jahren aufgebaute Geschäft mit Elektrolyten steht noch am Anfang seiner kommerziellen Entwicklung und hat nur wenige Berührungspunkte mit unseren sonstigen Aktivitäten in der Chemie.»
In den vergangenen Wochen hatte die BASF bereits Zukäufe von Batterie-Unternehmen in den USA gemeldet. Der Konzern hatte vergangenes Jahr eine dreistellige Millionen-Investition in den Bereich Elektromobilität angekündigt. Das Geld soll auch in eigene Forschung zu neuartigen Batterie-Typen gesteckt werden, die länger halten und kostengünstiger sein sollen.
dpa/lhe/Foto: BASF SE