Minderwertige Brustimplantate
Betroffene Frauen nicht alleine lassen
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26.01.2012, Heidelberg - Der Skandal um die Verwendung minderwertiger Brustimplantate aus Frankreich bleibt weiterhin auch in der Rhein-Neckar-Region hochaktuell. Ein lukratives, weil betrügerisches Geschäft mit Industrie-Silikon.
„Seriös informieren, kompetent behandeln“
Die Ethianum Klinik Heidelberg hatte daher zu einem Informationsabend geladen. Der Vortrag von Dr. med. Matthias Reichenberger und Ethianum-Klinik-Gründer Prof. Dr. med. Günter Germann wurde unter den Titel „Seriös informieren, kompetent behandeln“ gestellt. Es ging um nicht weniger, als der Unsicherheit vorzubeugen und betroffene Frauen nicht alleine zu lassen.
Silikon, das im Grunde für die Herstellung von Matratzen vorgesehen war, statt eines einwandfreien medizinischen Produkts: da sind die zuständigen Behörden, sind Politik und Ärzteschaft gleichermaßen gefordert.
Panik ist aber auch in diesem Falle ein schlechter Ratgeber. Die intensive Beratung eines versierten Brustchirurgen ist unerlässlich und gemeinsam mit dem Arzt sollte mit der jeweiligen Krankenkasse eine Lösung gefunden werden: Diese Ratschläge konnten die zahlreichen Zuhörer nach diesem profunden Vortrag in jedem Falle mit nach Hause nehmen.
Zahlreiche Anfragen zum Thema
„Wir werden derzeit mit Anfragen überhäuft“, leitete Dr. Reichenberger in den Abend ein. Genaue Zahlen für Deutschland lägen derzeit offiziell zwar noch nicht vor, von einigen tausend betroffenen Frauen sei aber auszugehen.
Strenge Kontrollen bei den Herstellern gefordert
Strengere Kontrollen, vor allem unangemeldete Besuche bei den Firmen und Einsicht in die Herstellungsprozesse forderten beide Referenten schon lange. Ebenso sei ein Sicherheitsfonds dringend angeraten, der weit über die übliche Produkthaftpflicht Versicherung hinausgehe, fügte Prof. Germann in der anschließenden Fragerunde hinzu und der bestmögliche Sicherheitsstandard müsse eben direkt an die Patienten weitergegeben werden.
Pauschalangebote und „Schnäppchenjagd“ ernten Kopfschütteln
Ein Brustimplantat ist und bleibt eben ein Fremdkörper und da sollte niemand auf „Schnäppchenjagd“ gehen. Alleine deshalb habe die Ethianum Klinik Heidelberg niemals die PIP-Implantate verwendet.
Dass bereits jetzt schon wieder von ersten Niedrig-Pauschalangeboten für die Entnahme, beziehungsweise den Austausch von Implantaten zu lesen sei, lasse die beiden plastischen Chirurgen mit Kopfschütteln zurück. Weil jeder Fall ganz individuell zu behandeln sei. „Wie groß ist das Implantat? Wo liegt es?“ Diese Fragen alleine zeigten eindeutig, dass ein Pauschalurteil einfach fehl am Platz sei, betonte Prof. Germann.
Beratung wird groß geschrieben
„Sie mit uns“, unter diesem Motto boten beide Experten den Betroffenen an, ein kostenfreies Beratungsgespräch zu führen, eine Untersuchung einzuleiten und innerhalb der Kassensprechstunde an der Ethianum Klinik eine Lösung für mögliche Kosten und die Einbindung der jeweiligen Krankenkasse zu finden.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Ethianum Klinik unter dem unten stehenden Link.
km/red/Fotos: km
Ethianum Klinik Heidelberg