19. Mai 2012

Spielfilm

Der Ruf der Wale

WebCode: Wale1000

13.02.2012, VERLOSUNG: Anrufen und gewinnen!
Wir verlosen jeweils 5 x 2 Karten für das Cineplex Planken in Mannheim und das Cineplex Bruchsal.

Losungswort: "Wale" und den gewünschten Kinoort und Telefonnummer angeben. Bitte nennen Sie uns zwingend Ihre Tel.-Nr., damit wir die Gewinner benachrichtigen können!
Verlosungshotline: 0137-837 00 17*
Teilnahmeschluss: Sonntag, 19.02.2012, 22 Uhr

* 0,50 Euro/Anruf. Teilnahmeberechtigt ist jedermann, ausgenommen Mitarbeiter des Verlags und deren Angehörige. Die Gewinner/-innen werden telefonisch benachrichtigt.

Die Gewinne können an den folgenden Tagen eingelöst werden: 20.02.2012 bis 29.02.2012 (jedoch nicht Sa./So.)

Kategorie/Land/Jahr: Spielfilm, USA 2011
Regie: Ken Kwapis
Darsteller: Drew Barrymore, John Krasinski, Kristen Bell
Kinostart: 16.02.2012

Drama über die Rettungsaktion dreier Grauwale 1988, die eine Zusammenarbeit der Supermächte USA und UdSSR erforderte.
 
1988 widerfährt dem kleinen Innuit-Städchen Point Barrow eine Sensation: Drei kalifornische Grauwale haben sich in den Eismassen verirrt und finden ohne Hilfe ihren Weg nicht heraus. Das ruft nicht nur Tausende von Schaulustigen auf den Plan, sondern auch Lokalreporter Adam Carlson, die Tierschützerin Rachel Kramer sowie die damaligen politischen Machthaber der USA und UdSSR. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass den Tieren geholfen wird und trotz politischer Komplikationen eine Zusammenarbeit bei dem Vorhaben zustande kommt.
 
Die auf wahren Begebenheiten beruhenden Ereignisse kurz vor Ende des Kalten Kriegs werden in dem neuen Film von Ken Kwapis ("Er steht einfach nicht auf Dich!") mit einer romantischen Liebesgeschichte zwischen einem Journalisten und einer Tierschützerin verwoben. Grundlage für die damaligen Geschehnisse lieferte hierfür auch Tom Rose' Buch "Freeing the Whales: How the Media Created the World's Greatest Non-Event". Der Regisseur arbeitete auch dieses Mal wieder mit Schauspielerin Drew Barrymore zusammen, die in die Rolle als Greenpeace-Aktivistin schlüpft.
 
Mit einem All-Star-Cast ausgestattetes Natur-, Medien- und Politspektakel, das auf sympathisch-witzige Weise einen wahren Fall aus den Achtzigerjahren aufrollt.

Die historische verbriefte Rettungsaktion dreier Grauwale, die sich 1988 im Norden Alaskas zwischen den Eismassen verirrt hatten, hätte man als rührseliges, sentimentales Drama inszenieren können. Doch Regisseur Ken Kwapis kommt nicht von ungefähr vom Komödienfach ("Lizenz zum Heiraten", "Er steht einfach nicht auf Dich") und kann der per se tragischen Geschichte einige sehr humorvolle Seiten abgewinnen.

Im Zentrum des Geschehens steht ein verschlafenes Inuit-Dörfchen, das plötzlich in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerät, als ein Lokalreporter einen Bericht über eine dreiköpfige Walfamilie filmt, die vom Packeis eingeschlossen ist. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer und mit einem Mal sind nicht nur die Medien und eine umtriebige Greenpeace-Aktivistin, sondern auch ein mächtiger Öl-Baron und sogar der US-Präsident persönlich, der seinen besten Soldaten schickt, an einer Rettung der mächtigen Meeressäuger interessiert, wenn auch aus völlig unterschiedlichen Motiven.

Kwapis meistert es hervorragend, ein rundes Dutzend Handlungsstränge und Nebenfiguren zu einem großen Ganzen zu verweben und gibt auch den Eingeborenen ein Forum, in dem er die Geschichte, die lose auf Tom Roses Buch "Freeing the Whales: How the Media Created the World's Greatest Non-Event" basiert, aus der Sicht eines elfjährigen Inuit-Jungen (Newcomer Ahmaogak Sweeney) erzählt. Der gerissene kleine Bengel versteht es auch, aus dem Wal-Tourismus Kapital zu schlagen, was zu einigen sehr witzigen Situationen führt. Neben dem Culture Clash kommt es auch zu einem politischen Aufprall der Supermächte. Denn in allerletzter Sekunde muss die US-Regierung einen russischen Eisbrecher um Hilfe bitten, was damals, inmitten des Kalten Krieges, einer mittleren Sensation gleichkam, aus heutiger Sicht jedoch und mit dem entsprechenden Abstand mit viel Amüsement betrachtet werden kann.

Wenn man dem Film überhaupt etwas vorwerfen will, dann sind es die CGI-Wale, die zum Teil etwas unrealistisch wirken, wenn sie ihre mächtigen Köpfe aus dem Eisloch stecken. Sehr berührend ist jene Szene, in der die von Drew Barrymore verkörperte Umwelt-Kämpferin zu den Tieren hinabtaucht, um eines davon von einem Fischernetz zu befreien.

Während sich das ältere Publikum darüber hinaus an einer hochkarätigen Besetzung, aus der John Krasinski als sympathischer Reporter, Ted Danson als berechnender Ölmagnat und Vinessa Shaw als rechte Hand des US-Präsidenten (Reagan) herausragen, erfreuen wird, dürfte den jüngeren Zuschauern das knapp zweistündige Natur-, Medien- und Politikspektakel inklusive Love Story zwischen Barrymore und Krasinski ein wenig zu lang geraten sein. Es lohnt sich auf jeden Fall, den Abspann abzuwarten, denn hier werden aus Archivmaterial die realen Vorbilder, die für die Figuren von "Der Ruf der Wale" dienten, ihren Schauspielern gegenübergestellt.



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