19. Mai 2012

Öl, Gas oder Holz

Große Auswahl bei modernen Heizsystemen

17.01.2012,

Der Winter ist bald vorbei und die alte Heizung im Keller hustet die letzten wärmenden Schübe aus sich heraus. Nach dem letzten Besuch des Schornsteinfegers ist dann klar, eine neue Heizung muss her. Aber lohnt es sich bei den fossilen Brennstoffen zu bleiben oder sollte man doch lieber von Öl auf Holz oder von Gas auf eine Wärmepumpe umsteigen?
Die Auswahl bei den modernen Heizsystemen und auch den Heizmöglichkeiten ist groß und wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Hier kommt es auf die richtige Beratung von Experten aus der Heizungsbranche an. Lassen Sie sich am besten von den geprüften Unternehmen in Ihrer Umgebung beraten. Aber vorab gewähren wir Ihnen einen Einblick in den kleinen aber feinen Unterschied zwischen einer Öl-, Gas- und Holzheizung.

Holzpelletheizung

Holzpellets gelten als kleine Alleskönner, was das effiziente Heizen betrifft. Sie werden aus Sägemehl und ohne Zusatzstoffe zusammengepresst. Die Power-Zwerge können den Energiewert von Öl locker in die Tasche stecken, denn auf den Heizwert von 1.000 Liter Öl kommen ca. zwei Kubikmeter Pellets. Auch der CO2 Ausstoß ist bei der Biomasse wesentlich geringer. So ist die Verbrennung pro kWh bei einer Pelletheizung rund zehnmal geringer als bei einer Elektroheizung und auch der CO2-Ausstoß liegt im Vergleich zu einer Ölheizung bei gerademal 23 %.

Einfach und sauber

Die Öfen für eine Pelletheizung gibt es inzwischen in verschiedenen Variationen, da auch die Nachfrage nach den kleinen Alleskönnern gestiegen ist. Alleine in dem Jahr 2008 wurden laut dem Deutschem Energie-Pellet-Verband in Deutschland rund 20.000 Holzpelletheizungen verkauft. Auch kann sich eine Pelletheizung inzwischen mit anderen alternativen Energien wie die Solarenergie, Wärmepumpen oder Photovoltaikanlagen kombinieren lassen.

Vorteile einer Pelletheizung

 Kein Holzhacken, kein verarbeiten, kein Stapeln.
 Anlieferung erfolgt einmal im Jahr und muss nicht auf Jahre vorbestellt werden.
 Der Ofen wird, je nach Bedarf, automatisch über eine Förderschnecke befüllt.
 Der Aschekasten muss nur 3 bis 4-mal im Jahr geleert werden.

Gasheizung

Bei einer neuen Gasheizung können Sie sich auf jeden Fall sicher sein, dass sie im Gegensatz zu Ihrem alten Kessel hunderte von Euros sparen. Denn die neueren Brennkessel für Gas sind wesentlich besser gedämmt und der Wärmeverlust dadurch stark reduziert. Ein großer Vorteil bei einer Gasheizung: Sie lässt sich einwandfrei mit regenerativen Energien wie Holz, Solar oder einer Wärmepumpe kombinieren.

Veränderung muss sein!

Erdgas sparen ist möglich, auch ohne große Investitionen oder Einschränkungen im Heizverhalten.
An dieser Stelle können Sie sich an dieser Schritt-für-Schritt-Liste orientieren, wie Sie Ihren Gasverbrauch senken und Ihren Geldbeutel schonen können:
 
1. Wichtig: Nur weil Sie sparen wollen, heißt das noch lange nicht, dass Sie frieren müssen! Heizen und lüften Sie richtig.

2.  Wenn Sie Ihre alte Heizung regelmäßig vom Fachmann inspizieren lassen, können Sie 5-10 % Ihrer Erdgas-Kosten sparen.

3. Wenn Sie Ihre Gasanlage mit einer Solaranlage koppeln und diese zur Trinkwassererwärmung und zur weiteren Unterstützung Ihrer Gasheizung verwenden, können Sie bis zu einem Viertel Ihrer bisher verbrauchten Kosten einsparen.

4. Gebäude Dämmung: Nachträgliche Wärmedämmung ist hoch effizient und kann auch, rein nach „Do-It-Yourself“ nach fachgemäßer Anleitung, selbstgemacht werden.
 
5. Falls all diese Maßnahmen nichts nützen, sollten Sie sich über eine neue Heizungsanlage Gedanken machen. Das heißt: Alter Gaskessel raus, neues Modell rein und bis zu 40 % sparen.

Ölheizung

Moderne Brennwertkessel haben kaum noch Wärmeverluste. Sie nutzen die Wärme aus Kondenswasser, die ein herkömmlicher Kessel zum Schornstein heraus pusten würde. So können Sie mit einer neuen Ölheizung zwischen 20 und 40 % sparen.

Heizöl sparen!

Wie auch beim Gas ist es wichtig, dass Sparmaßnahmen nichts mit Frieren oder großem Verzicht an Wärme zu tun haben. Ohne große Investitionen oder Einschränkungen im Heizverhalten können Sie mit dieser Liste bis zu 10 % an Heizöl sparen.

1. Nutzerverhalten: Wenn Ihre zentrale Ölheizung auch das Warmwasser zum Duschen etc. aufbereitet, ist Wasser sparen angesagt.

2. Wenn Sie Ihre alte Heizung regelmäßig vom Fachmann inspizieren lassen, können Sie 5-10 % an Heizöl sparen.

3. Wenn Sie Ihre Anlagemit einer Solaranlage koppeln und diese zur Trinkwassererwärmung und zur weiteren Unterstützung Ihrer Gasheizung verwenden, können Sie bis zu einem Viertel Ihrer bisher verbrauchten Kosten einsparen.

4. . Gebäude Dämmung: Nachträgliche Wärmedämmung ist hoch effizient und kann auch, rein nach „Do-It-Yourself“ nach fachgemäßer Anleitung, selbstgemacht werden.

5. Falls all diese Maßnahmen nichts nützen, sollten Sie sich über eine neue Heizungsanlage Gedanken machen. Das heißt: Alter Ölkessel raus, neues Modell rein und bis zu 40 % sparen.
 
Öl, Gas und Holz im Vergleich

Gasheizung

Vorteile: Gasheizungen sind eine hochmoderne Technik, die zusätzlich die Wärme aus den Abgasen der Anlage nutzt. In einem Neubau mit sehr geringem Verbrauch kann die Niedertemperaturtechnik wirtschaftlicher sein als die Brennwerttechnik, weil der bessere Wirkungsgrad die Mehrkosten nicht kompensiert. Gasanlagen haben einen geringen Platzbedarf, gute Umweltwerte, niedrige Anschaffungskosten.
Nachteile: Hohe Betriebskosten, die wahrscheinlich weiter steigen. Die Investitionskosten sinken deutlich, wenn ein Gasanschluss vorhanden ist.

Ölheizung

Vorteile: Ebenfalls hohe Energieausbeute dank Brennwerttechnik, wichtig bei einem Haus mit hohem Verbrauch.
Nachteile: Weiter steigender Preis des Brennstoffs, der zudem vorfinanziert werden muss. Hoher Platzbedarf.

Holzpellets

Die Anlage beschickt den Kessel mit kleinen Stäbchen, den Pellets, die aus Holzabfällen von Sägewerken gepresst werden.
Vorteile: Dank heimischen Holzes ist dieses System unabhängig vom Öl- und Gasmarkt; zurzeit gute Förderungsmöglichkeiten. Umweltfreundlich, weil in der Bilanz kaum Treibhausgase frei werden.
Nachteile: Brennstoffe müssen vorfinanziert werden, hoher Platzbedarf, hohe Investitionskosten.



Text: sake
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